DER NERVENTEST
Ist die Zhangjiajie-Glasbrücke wirklich so gruselig?
Ein transparenter Boden über einem 300 Meter tiefen Abgrund – wie beängstigend es wirklich ist, warum es sicher ist und wie man hinübergeht, wenn man nicht schwindelfrei ist.
Entdecken Sie Zhangjiajie-Touren auf GetYourGuide ↗Worauf Sie tatsächlich stehen
Die Angst sollte man ernst nehmen, denn die Zahlen sind real: Sie stehen auf einem Glasboden dreihundert Meter über dem Grund einer Schlucht und gehen über rund 430 Meter transparente Paneele, mit dem Abgrund direkt unter Ihren Schuhen sichtbar. Für jeden, der auch nur eine leichte Höhenangst hat, ist das eine echte Konfrontation – und das sollte man offen sagen. Die Brücke versteckt den Abgrund nicht – das gesamte Design zielt darauf ab, ihn sichtbar zu machen.
Warum es absolut sicher ist
Die Beruhigung ist ebenso real. Jede Platte besteht aus etwa fünf Zentimetern dreifach laminiertem Sicherheitsglas, und bevor die Brücke eröffnet wurde, demonstrierten die Verantwortlichen öffentlich ihre Stabilität, indem sie mit Vorschlaghämmern auf den Belag einschlugen – und Berichten zufolge sogar ein Auto darüber fuhren – wobei die unteren Schichten ein Dutzend Schläge unbeschadet überstanden. Die Brücke ist in ihrer Kapazität begrenzt und mit einem großen Sicherheitsfaktor konstruiert. Nichts an der Struktur ist prekär; der Schwindel ist ein Trick der Transparenz, kein Zeichen von Gefahr.
Wie Menschen es tatsächlich finden
Die Bewertungen fallen in zwei Lager. Viele Besucher berichten, dass es weit weniger beängstigend war, als sie es sich ausgemalt hatten, und dass es sich als wirklich unterhaltsam herausstellte, sobald sie erst einmal auf dem Steg standen. Andere – insbesondere jene, die Höhen nicht mögen – empfanden es als echte Herausforderung und brauchten einen Moment am Anfang sowie einen festen Blick auf die andere Seite, um hinüberzugehen. Beide Reaktionen sind häufig und berechtigt. Nur sehr wenige bereuen es, es getan zu haben; die meisten beschreiben einen Anflug von Nervosität, der in pure Begeisterung umschlägt.
Überquerung, wenn Sie Angst vor Höhen haben
Wenn Ihnen Höhen zu schaffen machen, Sie es aber trotzdem erleben möchten, hilft einiges: Gehen Sie früh, wenn die Aussichtsplattform ruhiger ist und Sie nicht von der Menschenmenge mitgerissen werden; richten Sie den Blick auf den Horizont oder den fernen Rand, statt direkt nach unten zu schauen; gehen Sie in gleichmäßigem Tempo, statt in der Mitte zu erstarren; und erlauben Sie sich, an den massiven Abschnitten innezuhalten und in Ihrem eigenen Tempo nach unten zu blicken. Es ist ein breiter, stabiler, gemächlicher Gang – kein Seiltanz. Die meisten, die im Vorfeld Angst haben, sind hinterher froh, dass sie sich nicht davon abgebracht haben.